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Amazonas Urwald

Der Osten Ecuadors ist tropisches Tiefland, die Mehrheit davon ist üppiger, grüner Regenwald und ist bekannt als ecuadorianischer Amazonas oder Oriente. Die Region ist rund 100’000 km2 gross, was fast die Hälfte des Landes ausmacht. Und obschon der Fluss Amazonas nicht durch Ecuador fliesst, sind alle Flüsse des Oriente Zuflüsse des Amazonas.

Der Oriente ist leicht zugänglich, bietet eine gute Infrastruktur und ist die Heimat vieler Indígenas, welche Besucher willkommen heissen. Durch die Nähe zu den Anden ist das Klima milder als in anderen Amazonasgebieten. Es herrscht ein warm-feuchtes, tropisches Klima. Die Temperaturen schwanken zwischen 20 und 38 Grad Celsius, verbunden mit hohen Niederschlägen, die sich über das ganze Jahr gleichmässig verteilen. Auch das Wetter ist ausgeglichen, denn Jahreszeiten gibt es im Oriente nicht. Die Pflanzen im Regenwald wachsen, blühen und gedeihen zu jeder Zeit.

Der Regenwald charakterisiert sich durch seine Artenvielfalt. Auf kleiner Fläche wachsen die unterschiedlichsten Arten, auf wenigen Quadratkilometern können mehr Pflanzen vorkommen als in ganz Europa. Nach Schätzungen von Biologen kommen über die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten der Erde nur im tropischen Regenwald vor.

Im Dach des Regenwaldes, in den Kronen der Baumriesen (sie werden 60 bis 80 m hoch), klettern die Affen herum, leben Vögel und Reptilien. Das Laub dieser Riesen leistet einen entscheidenden Beitrag zur Regeneration der Erdatmosphäre. Die mittleren Baumkronen sind so eng und dicht miteinander verwachsen, dass sie wie eine grüne Decke wirken. Durch diese Schicht dringt nur wenig Licht und die Luftfeuchtigkeit bleibt unten. In diesem Teil leben zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten des tropischen Regenwaldes. Auf dem Waldboden leben Pflanzen, die den Schatten lieben.